| Moritz Amberg
Pausenraum gestalten: So wird die Pause zur echten Erholung
Dieser Leitfaden gibt Ihnen einige Pausenraum-Ideen und erklärt, wie Sie einen Pausenraum gestalten, der von Ihren Mitarbeitern gerne genutzt wird, wie Sie Zonen sinnvoll aufteilen, welche Einrichtungsstile sich bewährt haben und welche Pausenraum-Möbel am besten geeignet sind.
Denn: Ein Pausenraum, in dem sich Ihre Mitarbeiter gerne aufhalten und wirklich entspannen können, ist ein Gewinn für Ihr Unternehmen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Pausenraum braucht ein Konzept – nicht nur Möbel.
- Die Arbeitsstättenverordnung schreibt Mindestanforderungen vor, aber keine Aufenthaltsqualität.
- Zonierung schafft Raum für verschiedene Bedürfnisse: Essen, Rückzug und Bewegung.
- Atmosphäre entsteht durch Licht, Farbe, Akustik und Pflanzen.
- Möbel müssen täglichen Anforderungen standhalten: Alltagstauglichkeit geht vor Optik.
- Wer das Team einbezieht, schafft einen Pausenraum, der wirklich angenommen wird.
Pausenraum gestalten in 6 Schritten: vom Pflichtraum zum Wohlfühlort
Ein guter Pausenraum entsteht nicht allein durch schöne Möbel, sondern durch eine klare Planungslogik. Die folgenden sechs Schritte zeigen, wie Sie vorgehen, was Sie entscheiden müssen und worauf es dabei ankommt.
Schritt 1: Arbeitsstättenverordnung zum Pausenraum
Die Arbeitsstättenverordnung (ASR A4.2) legt fest, wann ein Pausenraum Pflicht ist und gibt zum Teil die nötige Ausstattung vor. Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Pflicht, wenn eine störungsfreie Pause am Arbeitsplatz nicht möglich ist
- Erreichbarkeit innerhalb von fünf Minuten
- Tageslicht und Sonnenschutzsysteme sind vorgeschrieben
- Stühle mit Lehnen und Tische sind Pflicht
- Liegemöglichkeit für Schwangere oder gesundheitlich eingeschränkte Mitarbeitende
- Geräuschpegel muss deutlich unter dem des normalen Arbeitsplatzes liegen
Was die Verordnung nicht regelt: ob sich jemand in diesem Raum wirklich erholt. Das ist Ihre Aufgabe als Arbeitgeber. Und genau hier beginnt die eigentliche Gestaltung.
Schritt 2: Nutzerbedürfnisse verstehen
Fragen Sie Ihr Team, bevor Sie anfangen zu planen. Eine kurze Umfrage oder ein gemeinsames Ideenboard reichen, um die wichtigsten Wünsche zu erfassen. Mitarbeitende, die merken, dass ihre Ideen ernst genommen werden, identifizieren sich stärker mit dem Ergebnis. Und Sie vermeiden teure Fehlentscheidungen.
Schritt 3: Zonierungskonzept entwickeln
Der häufigste Planungsfehler: den Pausenraum als geschlossene Einheit zu denken. Ein Tisch für alle, eine Atmosphäre für alle. In der Realität haben Ihre Mitarbeitenden aber sehr unterschiedliche Bedürfnisse in der Pause. Die Lösung lautet Zonierung.
Auch auf kleiner Fläche lassen sich drei funktionale Bereiche einrichten:

Zone 1: Essen & unterhalten
Der soziale Bereich des Pausenraums. Hier trifft man sich, isst gemeinsam, tauscht sich über den Büroklatsch aus.
Was hierher gehört:
- Tische in Gemeinschaftsgröße (4–6 Personen)
- Stühle mit Sitzkomfort, aber klarer Form
- Küchenzeile oder Kaffeestation in unmittelbarer Nähe
- Helles, neutralweißes Licht
Möbel-Tipp: Robuste Tischplatten (pflegeleicht, feuchtigkeitsresistent) und Stühle, die sich leicht rücken lassen, ohne zu kratzen. Stapelstühle sind für größere Teams praktisch.
Zone 2: Rückzug & Entspannung
Nicht jeder möchte sich in der Pause unterhalten. Wer acht Stunden in Meetings oder am Telefon hängt, braucht in der Mittagszeit gerne das Gegenteil davon.
Was hierher gehört:
- Lounge-Sessel und ein bequemes Sofa
- Dimmbare Beleuchtung oder Stehlampen mit warmweißem Licht
- Niedrige Tische, kein Bildschirm in Sichtweite
- Pflanzen, Akustikelemente und eine Raumtrennung zur Esszone
Möbel-Tipp: Polstermöbel mit hochwertigem Bezugsstoff. Robust genug für tägliche Nutzung, gemütlich genug für Erholung. Bei Objekt-m können Sie den Bezugsstoff für Ihre Wunschmöbel selbst auswählen!
Zone 3: Bewegung & Aktivität
Besonders wertvoll für Teams mit überwiegend sitzender Arbeit: Bewegung in der Pause baut Stress ab, steigert die Konzentration und fördert nebenbei den Teamgeist.
Was hierher gehört:
- Tischkicker, Dartscheibe oder Ähnliches
- Stehtische für spontane Gespräche zwischendurch
- Yogamatten oder ein kleines Fitness-Angebot – je nach Raumgröße natürlich
- Gute Belüftung, etwas hellere Beleuchtung
Möbel-Tipp: Stehtische mit angepasster Höhe und stabilem Gestell. Auch hier gilt: Alltagstauglichkeit geht vor Optik.



Schritt 4: Atmosphäre bewusst gestalten
Zonierung eignet sich super, um verschiedene Bereiche innerhalb eines Raumes zu schaffen. Aber die Atmosphäre ist es, die Aufenthaltsqualität schafft. Mit folgenden Tricks werden Ihre Mitarbeiter den Pausenraum lieben:
- Farbe: Warme Töne wie Creme, Terrakotta oder Senfgelb wirken einladend und heben die Stimmung. Blau- und Grüntöne in der Ruhezone unterstützen Entspannung. Helle Grundtöne lassen kleine Räume deutlich größer wirken.
- Licht: Je mehr Tageslicht, desto besser. Aber vergessen Sie den Sonnenschutz nicht. Künstliches Licht sollten Sie zonenspezifisch einsetzen: neutralweiß im Essbereich, warmweiß und dimmbar im Ruhebereich.
- Akustik: Teppiche, Vorhänge und Polstermöbel schlucken Schall. In größeren Räumen sind Akustikpaneele an Wand oder Decke effektiv. Wichtig: Kaffeemaschine und Aktivzone nicht direkt neben der Ruhezone platzieren.
- Pflanzen: Verbessern die Luftqualität, dämpfen Lärm, schaffen Wohlfühlatmosphäre. Sie lassen sich auch als natürliche Raumteiler zwischen Zonen einsetzen.
Schritt 5: Möbel nach Alltagstauglichkeit auswählen
Pausenraummöbel werden täglich intensiv genutzt. Sie werden gerückt, beansprucht und gereinigt. Was nach zwei Jahren auseinanderfällt oder sich nicht pflegen lässt, war keine gute Investition. Wählen Sie als Pausenraum-Stuhl ein Grundmodell, das robust, pflegeleicht und passend zum Raumkonzept ist.
Schritt 6: Umsetzung planen und Budget realistisch einteilen
Wenn Sie mit kleinem Budget starten, setzen Sie auf wenige, gute Grundmöbel und ergänzen dann schrittweise. Priorisieren Sie Bereiche, die täglich intensiv genutzt werden: Tische, Stühle und Polstermöbel im Essbereich und in der Ruhezone.
Pausenraum Einrichtungsideen: Welche Einrichtung passt zu Ihrem Unternehmen?
Der Einrichtungsstil prägt, wie Mitarbeitende den Pausenraum erleben und ob sie ihn wirklich annehmen. Es gibt kein richtig oder falsch – entscheidend ist, dass Stil, Unternehmenskultur und Raumsituation zusammenpassen:

Modern-minimal: klar, ruhig, strukturiert
Helle Flächen, klare Linien, wenig Dekoration. Dieser Stil wirkt aufgeräumt und funktional – ohne kalt zu sein. Gut gewählte Polstermöbel in Grau oder Beige, Holzoberflächen in hellem Ton und gezielte Lichtpunkte erzeugen Ruhe.
Möbel: Kompakte Stühle mit schlichtem Gestell, niedrige Tische, Sessel mit strukturiertem Bezug.
Passend für: Unternehmen aus Tech, Beratung oder Finanz. Büros mit modernem Selbstverständnis und offenem Raumkonzept.
Industrial: markant und charakterstark
Sichtbeton, dunkles Metall, robuste Holzoberflächen. Der Industrial-Stil funktioniert besonders gut in Loft-Flächen oder Gebäuden mit Charakter. Er braucht Möbel, die genauso viel aushalten, wie sie aussehen: stabil, klar, ohne Schnörkel.
Möbel: Kufenstühle mit Leder- oder Kunstlederbezug, Tische mit Metallgestell, Stehtische.
Passend für: Startups, Produktions- und Handwerksbetriebe, Unternehmen mit offener Hallenstruktur.

Wohnlich-gemütlich: einladend wie zu Hause
Warme Farben, Naturmaterialien, weiche Textilien. Dieser Stil macht aus dem Pausenraum einen Ort, an dem man tatsächlich abschalten kann. Polsterbänke entlang der Wand, ein großer Esstisch aus Holz und Stehlampen mit warmweißem Licht schaffen das Gegenteil von Büroalltag.
Möbel: Polsterbänke, Holztische, Lounge-Sessel, Sofas mit strapazierfähigem Bezug.
Passend für: Kreativagenturen, Sozialeinrichtungen, Teams mit hohem Austauschbedarf. Überall dort, wo Atmosphäre ein Teil der Unternehmenskultur ist.
Green Office: Natur als Erholungselement
Pflanzen, Naturfarben, nachhaltige Materialien. Dieser Stil macht die Pause zur echten Auszeit vom Bildschirm. Hängende Pflanzen, eine begrünte Wand oder einfach konsequent natürliche Materialien – schon kleine Maßnahmen erzeugen eine spürbare Wirkung auf das Wohlbefinden.
Möbel: Rattanelemente, Holzoberflächen, Polster in Naturtönen.
Passend für: Unternehmen mit Nachhaltigkeitsanspruch, Gesundheitsbranche, Teams in städtischer Lage ohne Außenbereich.
Individuelle Beratung & Angebot
Sie planen ein Objekt oder benötigen größere Menge? Kontaktieren Sie unsere Fachberatung für Muster, Stücklisten, 3D-Daten und ein projektbezogenes Angebot.
Pausenraum gestalten mit Möbeln, die sich im Alltag bewähren
Wer einen Pausenraum einrichtet, braucht Möbel, die mehr können, als gut auszusehen. Sie müssen täglich standhalten, leicht zu reinigen sein und zum Konzept des Raumes passen – egal ob Ruhezone, Essbereich oder Aktivbereich.
Objekt-m unterstützt Sie bei der Auswahl passender Gastronomiemöbel für Ihren Pausenraum: von robusten Stühlen und Tischen bis zu individuellen Polsterbänken, Sondermaßen und abgestimmten Materialien. Dank eigener Polsterei lassen sich viele Lösungen in Maß, Bezug und Ausführung an Ihr Raumkonzept anpassen.
Ihre Vorteile mit Objekt-m
• Termintreue Lieferung
• Jahrelange Erfahrung in der Gastronomie- und Büroeinrichtung
• Persönliche Beratung mit Blick auf Konzept, Nutzung und Budget
• Maßgeschneiderte Lösungen für individuelle Raumkonzepte
Sie planen einen neuen Pausenraum oder möchten Ihren bestehenden Raum weiterentwickeln? Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, welche Möbel am besten zu Ihrem Pausenraum-Konzept passen!

























