Definition
In der Materialprüfung bezeichnet die Schweißechtheit das Vermögen von Textilien, Kunstleder und Leder, ihre Farbe und Materialstruktur bei Kontakt mit saurem oder alkalischem Körperschweiß beizubehalten. Insbesondere im Gastronomie- und Objektbereich wirken mechanische Reibung und Körperwärme zusammen mit der chemischen Zusammensetzung des Schweißes intensiv auf Polsterbezüge ein. Eine unzureichende Schweißechtheit kann zu Verfärbungen, Farbabrieb oder einer vorzeitigen Versprödung des Materials führen.
Die Überprüfung erfolgt im Labor durch genormte Prüfverfahren, bei denen das Testmaterial mit künstlichen Schweißlösungen getränkt und unter definiertem Druck sowie hoher Temperatur gelagert wird. Anschließend wird bewertet, wie stark sich das Material verfärbt oder Farbstoffe an ein begleitendes Testgewebe abgibt.
Für stark frequentierte Innenbereiche sichert eine hohe Schweißechtheit die optische Makellosigkeit und Langlebigkeit der Möbelstücke. Sie schützt vor unansehnlichen Verfleckungen im Rücken- und Sitzbereich und reduziert dadurch den Pflege- und Instandhaltungsaufwand nachhaltig.
Häufige Fragen zu Schweißechtheit
Warum ist die Schweißechtheit bei Gastronomiemöbeln besonders wichtig?
Gastronomiemöbel sind durch lange Verweildauern und hohe Frequentierung intensiver Körperwärme und Feuchtigkeit ausgesetzt. Eine hohe Schweißechtheit verhindert Farbabrieb auf die Kleidung der Gäste sowie dauerhafte Materialschäden.
Wie unterscheidet sich die Schweißechtheit von der Reibechtheit?
Während die Reibechtheit ausschließlich die mechanische Abnutzung durch trockenes oder nasses Reiben misst, prüft die Schweißechtheit zusätzlich den chemischen Einfluss von saurem und alkalischem Schweiß auf den Bezugsstoff.